Kooperation mit dem Budge-Heim Seckbach

Die Friedrich-Ebert-Schule pflegt seit mehreren Jahren eine enge Kooperation mit der Emma und Henry Budget - Stiftung. Das christlich-jüdische Seniorenheim in Seckbach ermöglicht es unserer Schule verschiedene Projekte in Gedenken an die Opfer und Verbrechen des Nationalsozialismus zu verwirklichen.

Im GL-Unterricht und WPU-Kursen der Klassen 9 und 10 wird es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht Zeitzeugengespräche mit den letzten überlebenden Opfern des Nationalsozialismus zu führen. Das Fritz-Bauer-Institut Frankfurt am Main unterstützt dabei die professionelle Vor- und Nachbereitung im Unterricht.

Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen werden über das Projekt „Denkmalpflege“ in enger Zusammenarbeit mit der pädagogischen Leitung des Budge-Heims an die Kooperation herangeführt.

http://www.budge-stiftung.de/uploads/gedenkstaette/Flyer_Gedenkstaette_9_11_2011.pdf

Dabei besuchen die Kinder in Kleingruppen die Einrichtung und verrichten kleinere Gartenarbeiten an der Gedenkstätte oder führen Interviews mit den Bewohnern im Rahmen des Generationendialogs. Die jungen Schülerinnen und Schüler setzen sich auf diese Weise altersgemäß mit diesem schrecklichen Kapitel der Vergangenheit auseinander.

Dreitägige Fahrt nach Buchenwald mit Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 10

Als freiwilliges Angebot ist diese Fahrt ein Baustein im historisch-politischen Lernen über den Nationalsozialismus.

Die Fahrt zu der Gedenkstätte Buchenwald, einem authentischen Ort des Verbrechens des Nationalsozialismus, soll den Schüler*innen eine vertiefende Auseinandersetzung mit dieser Geschichte ermöglichen.

Insgesamt haben sich 20 Schüler*innen erfolgreich für die Fahrt beworben, Frau Ullrich und Herr Steinmann werden als Lehrkräfte die Gruppe begleiten. In der Vor- und Nachbereitung und auf der Fahrt werden sie zusätzlich von Frau Schmidt, abgeordnete Lehrerin am Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, unterstützt.

Finanziell wurde die Fahrt ermöglicht durch die Hertie-Stiftung!

Die Gedenkstätte Buchenwald bietet die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Themen rund um das ehemalige Konzentrationslager auseinanderzusetzen. Die inhaltlichen Schwerpunkte und methodischen Zugänge werden in Abstimmung mit den Teilnehmenden entschieden. Schwerpunkte können unter anderem sein: Die Auseinandersetzung mit Zwangsarbeit, Lageralltag, Widerstand, die Einbindung des Konzentrationslagers in das nationalsozialistische Herrschaftssystem, die enge Nachbarschaft der Klassikstadt Weimar und dem Konzentrationslager oder Bezüge zwischen Frankfurt und Buchenwald. Ausgangspunkt der Recherche und Auseinandersetzung können Orte auf dem Gelände, Biographien, Dokumente oder Fundstücke sein. Ein multiperspektiver Ansatz, der neben einer Opfer, Täterperspektive auch Mitläufer, Helfer, Retter und Zuschauer in den Blick nimmt, ermöglicht die Auseinandersetzung mit Handlungsoptionen von Individuen.

Nebenbei lernen die Schüler*innen auch methodisches Arbeiten mit historischen Quellen und setzen sich mit dem Konstruktionscharakter von Geschichte auseinander.

Ziel der Fahrt ist eine über den Unterricht hinausgehende vertiefende Auseinandersetzung mit der Geschichte wobei auch der Bezug zur Gegenwart ein wesentlicher Bestandteil ist. Gegenstand der Reflexion wird sein, welche Konsequenzen die gewonnenen Einsichten in Hinblick auf aktuelle Fragen der Gegenwart haben.

Programm der Studienfahrt

Schwellen runter

"Schwellen runter" heißt ein Projekt der 8. Klassen, das die Friedrich-Ebert-Schule und die IGS Nordend gemeinsam mit der Jugendhilfe durchführen. Die Veranstaltung findet einmal im Jahr statt.

Was bedeutet „Schwellen runter“?

In den umliegenden Stadtteilen gibt es über 30 freie und staatliche Einrichtungen der Jugendhilfe, die zur Zusammenarbeit mit Jugendlichen bereit sind. Sie bieten den Jugendlichen Freizeitangebote und Unterstützung in fast allen Problemlagen.

Jugendliche, die ihre Freizeit gern mit anderen verbringen wollen, können Treffpunkte entdecken und erhalten Anregungen. Immer sind Gleichaltrige, aber auch erwachsene Ansprechpartner anwesend. Es gibt die Möglichkeit, Hobbys nachzugehen, Musik zu machen oder an der Hausaufgabenunterstützung und anderen Bildungsprogrammen teilzunehmen. 

Jugendlichen in Problemsituationen fehlen oft Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen. Nicht immer wenden sie sich an Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer. Auch die Hilfe-Möglichkeiten Gleichaltriger sind begrenzt. Bei wem sollen sie also Beratung oder Hilfe holen?
In den 4 Projekttagen sollen die Schülerinnen und Schüler Einrichtungen der Jugendhilfe kennen lernen. Sie sollen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie selbst oder ihre Freundinnen und Freunde Information, Beratung oder Unterstützung brauchen. 

Nur: Die Einrichtungen sind den meisten Jugendlichen nicht bekannt. Und: Viele haben Schwellen-Ängste, fühlen sich unsicher, ob sie eine Einrichtung aufsuchen oder gar mit ihren Problemen kommen sollen. So hat sich der Arbeitskreis Jugendhilfe-Schule, dem auch die Friedrich-Ebert-Schule angehört, entschlossen, die Schwellen zu senken, Jugendliche zu informieren und sie konsequent an die Jugendhilfe-Einrichtungen heranzuführen.

PIT

Prävention im Team, so heißt das Projekt der Friedrich-Ebert-Schule mit vollem Namen.
Das PiT-Team, bestehend aus Lehrern der Friedrich-Ebert-Schule, Polizeibeamten und Sozialarbeitern, entwickelt Strategien zur Vorbeugung und Eindämmung von Gewaltsituationen nicht nur in der Schule, sondern auch in ihrem Umfeld.
Zunächst wurden an unserer Schule in einem Pilotprojekt zwei Klassen des 7. Jahrgangs geschult. Dabei wurden während eines Schuljahres vier Projekttage durchgeführt. In Schulungen sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, Gewalt- und Gefahrensituationen möglichst frühzeitig als solche zu erkennen und sich erst gar nicht in sie hineinziehen zu lassen. Ist das nicht zu verhindern, werden verschiedene gewaltfreie Ausstiegsmöglichkeiten erarbeitet. Das Training verbindet theoretisches Wissen mit praktischen Übungen. In einem eigenen Trainingsjournual werden die persönlichen Erfahrungen festgehalten. Das Programm setzt vor allem auf Gewaltlosigkeit und Deeskalation. Die Kinder sind hierbei die Experten, sie kennen ihren Lebensraum mit seinen guten und schlechten Orten.
Ermuntert durch die Erfahrungen im Pilotprojekt hat die Schule beschlossen nun mit allen Schülerinnen und Schülern des jeweils 7. Jahrgangs das Training durchzuführen. Diese Arbeit wird anschließend in den Unterrichtsstunden des Faches „Soziales Lernen“ (SoLe) vertieft. Die Mitglieder des PIT-Teams stehen als Berater für Kolleginnen und Kollegen und als Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler auch nach den Trainings zur Verfügung.
Teambildung und Trainings tragen schließlich zu einer stärkeren Verzahnung der beteiligten Organisationen bei. Mit der Wahl für PiT-Hessen entscheiden sich die Friedrich-Ebert-Schule und die beteiligten Kooperationspartner auch für einen Prozess der Personal-, Organisations- und Konzeptentwicklung. Gewaltprävention wird ein Schwerpunkt im Schulprogramm.

Solaroffensive Rhein-Main auf dem Schuldach der Friedrich-Ebert-Schule

Über Sonnenschein freuen sich nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Ebert-Schule (FrESch), wenn sie ihre Pausen auf dem weitläufigen Schulgelände verbringen. Seit nunmehr 16 Jahren wird Sonnenschein in der FrESch „geerntet“, und zwar auf dem Schuldach mit einer der größten Photovoltaikanlagen Frankfurts. Dabei erzielt die Schule dank ihres sonnigen Standortes Spitzenerträge.   

Begonnen hat die Solarernte im Dezember 2000 mit der Installation von  anfangs acht Solarmodulen auf dem Dach der Turnhalle. 2008 wurden weitere Module installiert. 

Bei leichtem Schneefall und bewölktem Himmel nahmen Umweltdezernentin Manuela Rottmann, der Verein Sonneninitiative e.V., beteiligte Bürger und Bürgerinnen, die Schulleitung, die SV sowie SchülerInnen des 10er Jahrganges 200 weitere Solarmodule in Betrieb. 

Damit wurde gemeinsam ein weiterer Schritt für die Energiewende in Deutschland getan.   

Insgesamt wird die Solar- Anlage auf dem Schuldach der FrESch jährlich rund 207.000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen und der Atmosphäre damit rund 150 Tonnen Kohlenstoffdioxid ersparen. 

Mit dem selbst produzierten Ökostrom könnte die Schule sich komplett selbst versorgen. Eingespeist wird der Strom jedoch ins Netz der Mainova, um – letztendlich ‑ bei den Bürgern und Bürgerinnen Frankfurts anzukommen, die in das Bürgersonnenkraftwerk auf dem Schuldach investiert haben.    

Für die SchülerInnen der Friedrich-Ebert-Schule bedeutet die Solaranlage auf dem Schuldach seit einigen Jahren Projektarbeit und Datenanalyse im Physikunterricht. Das klingt schwierig, führt jedoch sehr schnell zu Erkenntnissen im Bereich alternative EnergienUmweltpolitikBürgerbeteiligung und Klimaschutz. Dieses Wissen verknüpft schulische Inhalte mit der Wirklichkeit.