Schwellen runter

"Schwellen runter" heißt ein Projekt der 8. Klassen, das die Friedrich-Ebert-Schule und die IGS Nordend gemeinsam mit der Jugendhilfe durchführen. Die Veranstaltung findet einmal im Jahr statt.

Was bedeutet „Schwellen runter“?

In den umliegenden Stadtteilen gibt es über 30 freie und staatliche Einrichtungen der Jugendhilfe, die zur Zusammenarbeit mit Jugendlichen bereit sind. Sie bieten den Jugendlichen Freizeitangebote und Unterstützung in fast allen Problemlagen.

Jugendliche, die ihre Freizeit gern mit anderen verbringen wollen, können Treffpunkte entdecken und erhalten Anregungen. Immer sind Gleichaltrige, aber auch erwachsene Ansprechpartner anwesend. Es gibt die Möglichkeit, Hobbys nachzugehen, Musik zu machen oder an der Hausaufgabenunterstützung und anderen Bildungsprogrammen teilzunehmen. 

Jugendlichen in Problemsituationen fehlen oft Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen. Nicht immer wenden sie sich an Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer. Auch die Hilfe-Möglichkeiten Gleichaltriger sind begrenzt. Bei wem sollen sie also Beratung oder Hilfe holen?
In den 4 Projekttagen sollen die Schülerinnen und Schüler Einrichtungen der Jugendhilfe kennen lernen. Sie sollen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie selbst oder ihre Freundinnen und Freunde Information, Beratung oder Unterstützung brauchen. 

Nur: Die Einrichtungen sind den meisten Jugendlichen nicht bekannt. Und: Viele haben Schwellen-Ängste, fühlen sich unsicher, ob sie eine Einrichtung aufsuchen oder gar mit ihren Problemen kommen sollen. So hat sich der Arbeitskreis Jugendhilfe-Schule, dem auch die Friedrich-Ebert-Schule angehört, entschlossen, die Schwellen zu senken, Jugendliche zu informieren und sie konsequent an die Jugendhilfe-Einrichtungen heranzuführen.

PIT

Prävention im Team, so heißt das Projekt der Friedrich-Ebert-Schule mit vollem Namen.
Das PiT-Team, bestehend aus Lehrern der Friedrich-Ebert-Schule, Polizeibeamten und Sozialarbeitern, entwickelt Strategien zur Vorbeugung und Eindämmung von Gewaltsituationen nicht nur in der Schule, sondern auch in ihrem Umfeld.
Zunächst wurden an unserer Schule in einem Pilotprojekt zwei Klassen des 7. Jahrgangs geschult. Dabei wurden während eines Schuljahres vier Projekttage durchgeführt. In Schulungen sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, Gewalt- und Gefahrensituationen möglichst frühzeitig als solche zu erkennen und sich erst gar nicht in sie hineinziehen zu lassen. Ist das nicht zu verhindern, werden verschiedene gewaltfreie Ausstiegsmöglichkeiten erarbeitet. Das Training verbindet theoretisches Wissen mit praktischen Übungen. In einem eigenen Trainingsjournual werden die persönlichen Erfahrungen festgehalten. Das Programm setzt vor allem auf Gewaltlosigkeit und Deeskalation. Die Kinder sind hierbei die Experten, sie kennen ihren Lebensraum mit seinen guten und schlechten Orten.
Ermuntert durch die Erfahrungen im Pilotprojekt hat die Schule beschlossen nun mit allen Schülerinnen und Schülern des jeweils 7. Jahrgangs das Training durchzuführen. Diese Arbeit wird anschließend in den Unterrichtsstunden des Faches „Soziales Lernen“ (SoLe) vertieft. Die Mitglieder des PIT-Teams stehen als Berater für Kolleginnen und Kollegen und als Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler auch nach den Trainings zur Verfügung.
Teambildung und Trainings tragen schließlich zu einer stärkeren Verzahnung der beteiligten Organisationen bei. Mit der Wahl für PiT-Hessen entscheiden sich die Friedrich-Ebert-Schule und die beteiligten Kooperationspartner auch für einen Prozess der Personal-, Organisations- und Konzeptentwicklung. Gewaltprävention wird ein Schwerpunkt im Schulprogramm.

Solaroffensive Rhein-Main auf dem Schuldach der Friedrich-Ebert-Schule

Über Sonnenschein freuen sich nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Ebert-Schule (FrESch), wenn sie ihre Pausen auf dem weitläufigen Schulgelände verbringen. Seit nunmehr 16 Jahren wird Sonnenschein in der FrESch „geerntet“, und zwar auf dem Schuldach mit einer der größten Photovoltaikanlagen Frankfurts. Dabei erzielt die Schule dank ihres sonnigen Standortes Spitzenerträge.   

Begonnen hat die Solarernte im Dezember 2000 mit der Installation von  anfangs acht Solarmodulen auf dem Dach der Turnhalle. 2008 wurden weitere Module installiert. 

Bei leichtem Schneefall und bewölktem Himmel nahmen Umweltdezernentin Manuela Rottmann, der Verein Sonneninitiative e.V., beteiligte Bürger und Bürgerinnen, die Schulleitung, die SV sowie SchülerInnen des 10er Jahrganges 200 weitere Solarmodule in Betrieb. 

Damit wurde gemeinsam ein weiterer Schritt für die Energiewende in Deutschland getan.   

Insgesamt wird die Solar- Anlage auf dem Schuldach der FrESch jährlich rund 207.000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen und der Atmosphäre damit rund 150 Tonnen Kohlenstoffdioxid ersparen. 

Mit dem selbst produzierten Ökostrom könnte die Schule sich komplett selbst versorgen. Eingespeist wird der Strom jedoch ins Netz der Mainova, um – letztendlich ‑ bei den Bürgern und Bürgerinnen Frankfurts anzukommen, die in das Bürgersonnenkraftwerk auf dem Schuldach investiert haben.    

Für die SchülerInnen der Friedrich-Ebert-Schule bedeutet die Solaranlage auf dem Schuldach seit einigen Jahren Projektarbeit und Datenanalyse im Physikunterricht. Das klingt schwierig, führt jedoch sehr schnell zu Erkenntnissen im Bereich alternative EnergienUmweltpolitikBürgerbeteiligung und Klimaschutz. Dieses Wissen verknüpft schulische Inhalte mit der Wirklichkeit.

Darstellendes Spiel bilingual - "Words In Action"

Neben den Fächern Kunst, Musik und Darstellendes Spiel wird an unserer Schule im Wahlpflichtbereich der Kurs "Words In Action" - ein bilingualer, auf Englisch unterrichteter Kurs - angeboten. Dieser findet in Kooperation mit dem Frankfurter English Theatre statt.

Englisch wird hier als eine neutrale, Schüler und Schülerinnen aller Nationen verbindende, Sprache gewählt, während das Theater als Ort für rezeptive wie aktive Lernpraxis ein kulturelles Medium darstellt, in dem sich Jugendliche finden und begegnen können.

Auf dem "Stundenplan" steht die Entdeckung und Beschreibung des "Innenlebens" am English Theatre Frankfurt. Die Jugendlichen lernen über Rollenspiele und Interviews die Arbeitsplätze und Jobs am Theater kennen, von den Angestellten am Box-Office über die Handwerker in der Bühnenbild-Werkstatt bis zum Intendanten. Sie besuchen Proben und Aufführungen, interviewen Schauspieler ihrer Wahl und dokumentieren ihre Erfahrungen und Entdeckungen in Bild und Wort. Sie versuchen sich an Texten für ein Programmheft, lesen Jugendstücke, schreiben oder improvisieren eigene kleine Szenen und führen diese als Abschlussprojekt auf.

Ganz nebenbei erweitert sich ihr Wortschatz, und das Selbstvertrauen beim Sprechen steigt, denn der komplette Kurs findet in englischer Sprache statt.