Die Intensivklasse

Ziele der Sprachfördermaßnahme Intensivklasse

Ziel der Intensivklasse an der Friedrich-Ebert-Schule ist es, den Schülern ausländischer Herkunft grundlegende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift zu vermitteln, damit sie möglichst erfolgreich und stressfrei in eine Regelklasse wechseln können.

Das Lernen in der Intensivklasse

Unterrichtet wird die Klasse von insgesamt vier Lehrpersonen: (Fr. Pluta -Klassenlehrerin, Fr. Verdini, Fr. Ben Alaya und Herr Kirchner). Die Lernmethoden in der IK sind sehr abwechslungsreich: Rollenspiele, Dialoge, Mind Maps, Lesen, Hören von Krimigeschichten, usw. Die IK-Klasse lernt nicht nur deutsche Grammatik und Wortschatz, sondern die Schülerinnen uns Schüler bereiten auch Power-Point-Präsentationen vor, basteln Plakate, spielen unterschiedliche Brettspiele und kochen regelmäßig zusammen.

Wer besucht die Intensivklasse?

Derzeit besuchen 13 Schüler im Alter zwischen 11 und 15 Jahren die Intensivklasse. Ihre Deutschkenntnisse reichen von komplettem Anfänger bis Niveau A2. Die Lerngruppe ist sehr heterogen zusammengesetzt. Die Schüler kommen aus den unterschiedlichsten Ländern und fangen oft mitten im Schuljahr an. Momentan haben wir Schüler aus Syrien, Rumänien, Russland, Afghanistan und dem Irak.

Stundenverteilung

Die 26 Wochenstunden sind wie folgt aufgeteilt:

  • 14 Wochenstunden Deutsch
  • 4 Wochenstunden Mathe
  • 2 Wochenstunden Erdkunde
  • 2 Wochenstunden Biologie
  • 4 Wochenstunden Englisch

Für den Englischunterricht gilt es, zunächst das Niveau aller Kinder zu diagnostizieren und danach so viel Sprachpraxis wie möglich zu ermöglichen, sowie Grammatiklücken zu füllen.

Regelklasse und Intensivklasse

Die Intensivschüler nehmen einige Stunden am Unterricht in ihrer zukünftigen Klasse teil. So können sie erste Kontakte zu gleichaltrigen deutschsprachigen Mitschülern knüpfen. Die Schüler erhalten einen individuellen Stundenplan und regelmäßig findet ein Austausch der Fachlehrer mit der Intensivklassenlehrerin statt.

Verbalbeurteilung und Benotung in der Intensivklasse

Das Leistungsniveau wird regelmäßig kontrolliert. Die Schüler schreiben Tests und machen Hausaufgaben, die benotet werden. Sie bekommen auch Zeugnisse zum Ende des Halbjahres und des Schuljahres, mit einer verbalen Beurteilung in Textform und den Fehltage/-stunden.

Projekte

In der Intensivklasse werden auch Projekttage durchgeführt. An unserem letzten anspruchsvollen Projekt haben die Schüler einen Videofilm gedreht und selbst geschnitten.  Es lohnt sich auf jeden Fall diesen Link zu öffnen! Man kann sofort erkennen, wie wohl sich die Schüler bei uns fühlen und wie viel Spaß sie mit ihrer Lehrerin haben. Video

Außerdem beteiligt sich die Intensivklasse aktiv am Leben der Schule.  Am Tag der Offenen Tür ist die IK sehr präsent. Die Schülerinnen und Schüler stellten ihre Power- Point- Präsentationen vor, zeigen ihre Plakate und verkaufen unterschiedliche kulinarische Leckerbissen.

Übergang in die Regelklasse

Nach absolviertem erstem Jahr in der Intensivklasse, wird in einer Klassenkonferenz darüber entschieden, ob ein Schüler das erforderliche Niveau (A2) erreicht hat und in der Lage ist, am Unterricht der Regelklasse teilzunehmen.

Schüler, die in die Regelklasse übergehen, haben Anspruch auf zwei Stunden zusätzlicher DaZ-Förderung.

Videoprojekt der Intensivklasse

Kurzbeschreibung des Projekts

Die Integrationsklasse drehte gemeinsam mit ihrer Lehrerin ein Video zum Song "Von allein" und schnitt ihn auch selbst zu einem Clip zusammen. Sie entschieden sich für dieses Lied, da sie die Hoffnung haben, dass mit dem Erlernen der neuen Sprache alles andere "von allein" kommen wird. In diesem Videoclip geht es um die Verwischung jeglicher Unterschiede zwischen "mir" und "dir". Es spielt keine Rolle, aus welchem Land jemand kommt, zu welcher Religion er sich bekennt, ob er ein Kopftuch trägt oder ob er sein Gesicht aus Angst vor einem Schlepper unter einer Maske verbergen muss. Ebenso keine Rolle spielen das Alter, das Geschlecht und die mitgebrachten Erfahrungen. Akzeptanz und Toleranz kommen "von allein", und dafür machen sich die Schüler in dem Videoprojekt stark.

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Der von den Schülern gedrehte Videoclip soll zum Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung dienen. Es soll veranschaulicht werden, dass alle, trotz der religiösen, kulturellen und nationalen Unterschiede, gleich sind. Alle können Spaß miteinander haben, zusammen lachen, zusammen Sport machen, Freundschaften knüpfen, sich besser kennen lernen. Alle können mit- und voneinander lernen. Das Video zeigt, dass Vielfalt viel interessanter ist. Darüber hinaus soll die erworbene Medienkompetenz die Kreativität und Selbstsicherheit der Schüler fördern und den Zusammenhalt stärken.

Das Ergebnis können Sie sich unter diesem Link ansehen.

Ausflüge

Ausflug IK

Außer der Sprache lernen die Schüler die Region kennen. Einmal im Monat  unternehmen sie  einen kleinen oder einen großen Ausflug. Die IK – Klasse war schon in Wiesbaden, Mainz, Rüdesheim, Gelnhausen, im Hessenpark, auf der Ronneburg, auf der Saalburg, im Kino, in der Eissporthalle, im Palmengarten, auf dem Lohrberg und auf dem Weihnachtsmarkt. Die Schüler gehen auch regelmäßig ins Museum. Sie waren schon im Kommunikations-, im Städel- und im Senckenberg Museum in Frankfurt und im Gutenberg- und Römermuseum in Mainz.